Sonntag, 21. Mai 2017

girl like me.

Ich bin das Mädchen an der Bar.
Ich sitze dort einfach, nehme einen Schluck von meinem Drink und analysiere die Menschen um mich herum.
Du kennst mich nicht, kennst meine Geschichte nicht - ich bin einfach nur das Mädchen an der Bar.
Ich habe selten so oft gehört wie schön ich bin, die häufigste Wortwahl der Männer an diesem Abend. Und noch nie hab ich so oft gehört wie geil ich denn bin - von teilweise richtig hübschen Frauen.

Ist das die neue Lesbensprache? Bitte nicht.
Es spielt keine Rolle, ich bin auf nichts aus, es tut einfach dem Ego gut.
Zu sehen, dass man im echten Leben auch auf lesbische und bisexuelle Frauen trifft, die einen gut finden. Ja, ich weiss. Ich bin einfach ein Pessimist in dem Sinne, ich verallgemeinere Dinge zu oft und meistens auch unwillkürlich. Natürlich gibt es Frauen die mich gut finden, aber ich hab ja auch eine Meinung, oder? :)
Ich hatte in dem letzten halben Jahr einfach keine Zeit und keinen Raum um ein Mädchen zu erobern, meine ganze Kraft ging drauf ein anderes Mädchen überzeugen zu müssen.
Undzwar mich.
Das Ding ist, würde ich mich in einer Zahl beschreiben müssen dann wäre es 100. Warum? Weil ich immer 100% bin. Ich bin super ehrlich, ich will Vollkommenheit, ich gebe immer mein Bestes, ich wills wahrhaftig, ich wills real und ich will dass es bleibt.
Ganz oder garnicht. Das bedeutet, ich lerne soviele Menschen und darunter auch einige Frauen kennen, aber das heisst nicht sofort dass es passt.
Bea sagt, man muss viele Frösche küssen, bis man seine Prinzessin findet. Ja gut, kann man so auch machen. Wie gesagt, Frauen sind keine Trophäen oder Ähnliches, man sammelt sie nicht.
Verstehst du? Würde das alles eigentlich gerne dem Barkeeper erzählen, aber der ist heute Abend einfach ein Arschloch.
Ich denke daran, dass alle homosexuellen Frauen einen an der Klatsche haben. Tatsache, wir sind doch alle ein bisschen durch, nicht? Es ist doch okay, wenn das eine nicht zum anderen passt. Dann ist sie es eben nicht. Hat mich trotzdem gefreut dich kennenzulernen.
Oh Annabellé. 
Du bist wunderschön. Wunderschön und selbstbewusst, als du nach meiner Nummer fragst.
Du bist so süss und so verdammt ... jung. Also ich denke dass wir eigentlich gleich alt sind, aber das mit der Reife passt leider überhaupt nicht. Und liebes, ich hasse Französisch. Abgesehen davon ist das Disneyland das einzig coole an Frankreich. Und vielleicht der Eifelturm, aber den hab ich schon gesehen.
Dass deine Freundin ultra auf mich abfährt konnte ich nicht riechen, wenn sie sich nicht traut. Dich hab ich zuerst gesehen und ich meine, du mochtest mich auch. Nun. Machs gut, Hübsche.
Frauenlogik. Aber ich finde es wirklich amüsant. Menschen sind so unglaublich interessant. Was sich alles innerhalb von ein paar Stunden und Shots an einer Bar abspielen kann, glaubt man kaum.
Und eines Tages, werde ich da sitzen und sie wird zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
Dann wird sie mir sagen, was für ein schönes Tattoo ich im Nacken habe, bevor wir uns in ein tiefgründiges Gespräch stürzen.
Es wird kaum Sekunden brauchen, bis ich weiss dass ich sie heireaten werde.
Denn ich bin einfach das Mädchen an der Bar.
Und ich bin eine Träumerin.
Gib mir noch eine Runde, lieber Barkeeper.
Ich bin nicht traurig heute.
Heute bin ich nur das Mädchen an der Bar.






Dienstag, 16. Mai 2017

even if you never did.

'Soo, ich geh Pause machen.' Und dann sehe ich schon dass einer unserer Ärzte mich mit ultra nettem Lächeln und seinen leuchtenden Augen ansieht. 'Neeein, bis in 30 Minuten', sage ich lachend und wende mich ab. "Hey Selina, warte .. äh, kannst du mir in Kabine 1 etwas übersetzen?"
Der leuchtende Blick wird unsicher, er erinnert mich an meinen Bruder, ich mag ihn.
Meine Kollegin und ich schauen uns verdutzt an, kurz herrscht Verwirrung in der Runde.
'Übersetzen?', fragen wir beide gleichzeitig. Was soll ich den übersetzen? Mein Englisch hat doch auch nur Grenzen hahaha. Dann erklärt er mir dass die Mutter der türkischen Patientin (die selbst 30 ist) Verständnisprobleme hat. Ich fange an zu lachen.
'Hey hör mal ich kann dir da Nichts übersetzen.' Meine Kollegin bestätigt mich und erklärt ihm dass ich die Sprache nicht spreche. Er schmunzelt und fragt mich ob das tatsächlich so sei und ich bejahe. Tatsache. Und dann beschliessen wir eine andere Kollegin zu fragen. Dann verabschiede ich in meine wohlverdiente Pause um etwas zu essen, im Pausenraum angekommen empfangen mich Kolleginnen mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten in unserer Abteilung mit einem Lächeln und wünschen mir guten Appetit, bevor ich mich ins Tischgespräch einklinke. Nun - an manchen Tagen fühl ich mich so wohl hier, ich bin hier wer ich bin, ich bin einfach ich. Und (fast) keiner meckert.
An anderen Tagen ist es die Hölle, ich hasse es hier und ich weiss wieso. Ich überlege oft, ob ich woanders arbeiten sollte. Einfach weil mein Chef überfordert und inkompetent ist. Die junge, dumme, frisch examinierte - da habt ihrs endlich - Kollegin wird hin und her geschoben. Hab ja kein Privatleben oder so.

Privatleben, Privatleben, verficktes Privatleben.
Es soll ja Menschen geben, die Beziehungen sammeln, ich hingegen versuche gute Menschen in mein Leben aufzunehmen und irgendwo dazwischen eine ebenfalls gute - und viel bessere - Frau zu finden, ist glaub ich klar.
Wie ihr merkt betrachte ich die Gesellschaft und das Verhalten von Menschen sehr, sehr kritisch.
Aber ich meine jeder darf doch seine Meinung äussern?
"Du weisst doch ich bin ne Drama Queen."
Also ICH weiss, was ich weiss. Und du weisst, was du weisst. Was der Grund für das Ende unserer Freundschaft ist. Wie soll man bei so was .. Oberflächlichem nicht kritisch sein?
Komm Alter, Courage ist wohl zuviel verlangt - verschwende meine Zeit nicht.
Du bist der Grund weshalb Jungs und Mädchen keine Freundschaften führen können, es gibt immer den seltsam labilen Part, der sich mehr erhofft.
Aber keine Sorge, du bist nicht der einzige Grund - liebe Grüsse. Sorry, I'm not sorry. Ich wäre ne sau gute Freundin gewesen und du hast reingeschissen. 
Ich hatte recht, übrigens. Und sie ebenfalls, was ultra weird ist.
Also lächel ich, gebe fast mit meinem Leben an, tippe meine Nummer noch in dein kack Handy ein - nur weil ich wissen wollte ob Menschen sich um 180 Grad wenden können - ich wusste es, sie könnens nicht. Schwach.
Aber eigentlich wars nett dich zu sehen, genauso nett war es zu sehen, dass wir nichtmal lang genug Freunde waren um es Freundschaft nennen zu können.
Aber das war nicht das einzige männliche Übel des Abends.


Ich sehe ihn, ganz plötzlich. Er steht zwei Tische von uns entfernt. Rote Bomberjacke - wer trägt sowas, zur Hölle? Ich starre ihn einfach an. Was machst du hier? Ich starre ihn so lange an, bis er mich registriert und mich gezwungen anlächelt und einmal kurz nickt. Ich tue dasselbe und schaue weg. Schätze ich war ihm nie wirklich wichtig, während ich in meiner frühpubertierenden Phase echt versucht habe für ihn zu schwärmen, war schon immer ein Ekeltyp. Meine Teenagerminderwertigkeitskomplexe die auch durch ihn verstärkt wurden (hallo, er war der erste und einzige der im Chat mal zu mir geschrieben hat dass meine Nase gross ist HALLO? - nebenbei unserer Eltern kennen sich, war kein freiwilliges Miteinander im Vorfeld), waren erstens Vergangenheit und ich geb doch keine Wert auf die Meinung einer solchen Person. Asoziale, männliche Hure. Ekelhaft, ehrlich.
Sagt mal, soll ich mal nen Post über meine Nase schreiben? Also über Komplexe und Ästhetik undso? Die Nase hab ich so ziemlich akzeptiert, aber ihn nicht.
Mal von meinem geringen Selbstbewusstsein damals abgesehen, seinetwegen habe ich meine beste Freundin verloren. Das trifft mein nichtmalangetrunkenwerdenkönnendes Ich für einen Moment, als ich etwas später registriere dass er jetzt zwei Tische weiter auf derselben Bank wie ich sitzt. Ihm gegenüber zwei Mädels die Kylie Jenner nichtmal schreiben können, aber wie eine zigtausendfache, ultra billige Kopie aussehen, widerlich diese Mädchen von heute. Dann höre ich ihn mit mir reden. Grobe Sprache, falsche Sprache. "Ey, gib mal ne Zigarette." 
Ich sehe ihn an und wenn Blicke töten könnten ..
Dann schaue ich wieder weg und er fragt nochmal. Ich ziehe an meiner eigenen Zigarette, nehme eine Weitere aus meiner Schachtel und schmeisse sie ihm hin, als wäre es Dreck.
Dieser Blick, unbezahlbar. Ich fühle mich viel, viel besser und grinse in mich hinein. Dann setze ich noch ein eiskaltes 'Sag erstmal anständig Hallo.', dazu und wende mich ab. 
"Hab ich doch.", kommt es mega betrunken von der Seite. Er nervt mich.
'Hast du nicht.', sage ich gelangweilt. Warum wirkt mein Alkohol heute nicht? 
Wir wollen langsam gehen, als er kurz vorher kommt um mir ein Küsschen rechts, ein Küsschen links zu geben. Diese Tradition ist zwischen uns sowasvon nicht indiziert und noch weniger angebracht, du Spast. 
"Jaa.. jaa komm wir gehen raus.", sagt er. 
Jaja, ist klar. Ich weiss genau was der/die Barkeeper/Security tun wird. Sie halten ihn an der Tür auf, weil er mit seinem Vodka E nicht rausdarf, also bleibt er zurück. Ich lasse dich zurück, ich verlasse dich diesmal. Obwohl ich dich all die Zeit verteidigt habe, für nichts.
Nach allem was du mir genommen hast.

Küsschen rechts, Küsschen rechts - ich glaub ich muss kotzen,
Selina.

Montag, 8. Mai 2017

violence.

Ich bin Pazifist. Gewalt ist ein unaufhörliches grosses Thema in unserer Gesellschaft. Gestern Nacht kam mir diese Gewalt wieder unglaublich nahe - und das nur weil ich ein beschissenes Donut Rezept gesucht habe. Jetzt denkst du vielleicht, dass sich das ultra bescheuert anhört, aber es ist wahr.
Dieses Mädchen liebte dieses beschissene Rezept, fast jeden Abend gab es Donuts. Sie mochte mich zunächst, dann hasste sie mich. Sie hasste viel zu sehr, alles, jeden, sich. Und als ich ihr ihren besten Freund wegnehmen wollte (sie hat ihn zu einem Kriminellen gemacht, kurz angemerkt), ist sie komplett ausgetickt. Sie hat mir letztendlich nur gedroht, aber ein Übergriff war das dennoch. Reden können sie doch alle, nicht wahr? Ich meine um ehrlich zu sein gibt es natürlich kaum einen Grund für Gewalt (es sei denn es ist Notwehr oder Ähnliches), aber um sie mir gegenüber auszuüben, gab es diesen Grund nun wirklich nicht.
Es gibt Menschen, die schlagen zu, ohne mit der Wimper zu zucken. Für mich ist es das abartigste, dass es Menschen gibt, die absichtlich andere mit ihrer eigenen Körperkraft verletzen wollen.
Und es wirklich tun.
Um ehrlich zu sein, ich habe in meinem Leben noch nie Jemanden absichtlich geschlagen - sie auch nicht, ehrlich: liebe Grüsse, aber du redest bloss Dreck.
Aha. Du siehst richtig. Es gibt auch psychische Gewalt, meistens viel verletzender, die Heilung dauert viel länger.
Alter? Ich habe noch nie jemanden geschlagen.
Wie ich jetzt meine das schreiben zu müssen, nur weil ich weiss wer diesen Blog liest.
I don't care.

Warum können wir uns nicht ein wenig mehr bemühen, die Welt ein Stückchen besser zu machen?
Warum sind Menschen eigentlich so asozial? Ich meine das nicht als Beleidigung - sozial ist so ein Verhalten ja nicht.
Eigentlich weiss ich genau weshalb Menschen so sind oder werden. Im Endeffekt ist jeder von uns das Produkt seiner Erziehung und seines sozialen Umfeldes. KEIN Mensch würde das gerne zugeben, aber es gibt für jedes Verhaltensmuster eine logische Erklärung. Ich weiss auch, weshalb ich sofort zurückschiesse wenn mir jemand gegenüber lauter wird. Ich werde unglaublich aufbrausend in solchen Situationen und ich weiss wieso. Aggression, Wut, Trauer, Verzweiflung - all diese Dinge werden dir nicht in die Wiege gelegt. Ok das schon irgendwie, ich meine dass du damit eigentlich nicht geboren wirst. Oder doch?
Jein. Fakt ist, du entscheidest was du aus dir machst. Du kannst dich dieser negativen Scheisse hingeben und so werden wie dein Vater - oder du gehst deinen eigenen Weg.
Mit ein bisschen Hilfe und Mut zur Katastrophe (ja, richtig. Sich mit so etwas auseinander zu setzen ist erstmal katastrophal.) kannst du vielleicht der Mensch werden, der du sein willst.
Niemand kann mir sagen, dass er kein vollkommenes Leben möchte. Manch einer hat ein tolles Familienleben, manch ein anderer einen tollen Freundeskreis. Für nichts ist es jemals zu spät. Du darfst dich dieser Gewalt nicht unterwerfen, es wäre viel zu schade darum.
Vielleicht ist es jetzt zu früh, aber bleib du. Bleib bei dir. Irgendwann bist du richtig gross, und kannst dich von dieser Scheisse mit genauso grossen Schritten entfernen.
Und wenn du ankommst, wirst du perfekt sein. Versprochen.

Du bist erst 12 und auch wenn es nach Aussen bloss nach schlechter Laune bei deinen Eltern aussieht, ich weiss wie du dich fühlst. Ich weiss sie sehen dich nicht und machen die Diagnose die du hast noch tausend mal schlimmer, als sie eigentlich ist. Sie machen dich schlecht für etwas, wofür du nicht einmal was kannst. Sie ekeln sich offensichtlich davor, und du noch mehr. Du sitzt da, dein Gesicht ist rot und deine Augen verquollen als ich dich mit deinen Eltern für die Abschlussuntersuchung rein bitte. Als sie an mir vorbeilaufen spüre ich die Aggressivität, die abwertende Art. Und das sind 20 Sekunden die ich spüre. Plötzlich fühlen sich deine Tränen wie die meine an und ich will dich ganz weit wegbringen. Aber offensichtlich gibt es keinen Grund dafür, so ist das in Deutschland. In anderen Ländern schicken sie grün und blau geschlagene Frauen wieder nach Hause.
Mich widert diese Gewalt an, gross oder klein ist scheissegal. Ich hasse diese Machtlosigkeit, ich hasse es dass es nicht aufhört.
Ich hasse, dass Menschen Kinder haben die keine haben sollten.
Weisst du, auch leere Drohungen machen einen echt nachdenklich und ich habe letzte Nacht kaum geschlafen. Weil ich immer wieder darüber nachgedacht habe, was ich hätte sagen können, was ich hätte tun können und ob ich das verdient habe.
Nein, das habe ich nicht. Von niemandem. Und du auch nicht.
Als ich dich heute gesehen habe, hast du mich inspiriert. Hab dich angesehen und mir gedacht: sie schafft es. Sie wird nicht wie ihre Mutter.
Du wirst ein paar Macken mitnehmen, aber du wirst ein toller Mensch sein. Viel besser.
Ehrlich, am Ende verpisst du dich einfach.
Hahaha, Wortwitz.
Und danke, pass auf dich auf.

Selina, GKP.

Sonntag, 7. Mai 2017

i'm not crying on sundays.

Hallo und herzlich Willkommen zurück mit einem Songzitat von Mary Lambert.

Jaa, es ist mal wieder Sonntag Nachmittag, scheinbar scheiss Wetter draussen, und ich bin nicht ausgeschlafen - mal wieder.
Als ich gestern mit einem guten Freund im Restaurant sass und wir es über ein gewisses Thema hatten und dann der Name einer gewissen Person fiel sagte er etwas wie: ach dem bist du ja auch hinterhergerannt, ne?

Und sowas nennt man Freunde.
Freunde, die einem nicht richtig zuhören und welche, die sich falsch erinnern blabla, ach ganz ehrlich? Freunde, die eigentlich keine sind. Welche, die dumm sind. Welche, die nicht so sind wie ich. Manchmal zweifel ich an der Menschheit, sosehr, dass ich teilweise glaube das Leben ganz allein wäre vielleicht doch besser, als sich mit solchen Menschen abzugeben. Menschen, die keine Ahnung haben wer ich bin. Die, in deren Gegenwart man sich irgendwann echt unwohl fühlt.
Ich glaube ich werde nie aufhören, so naiv zu sein, dass mich eines Tages eine Prinzessin in das Leben führt, welches ich tatsächlich leben möchte.

Welches Leben will ich leben? Ich weiss nicht, wie oft ich meine Meinung über unzählige Dinge ändern werde, wie z.B. die Foundation. Hm, riskieren dass es meine richtige Hautfarbe ist aber vielleicht zu dunkel sein könnte oder doch lieber zu helle Foundation kaufen, bei der ich aber viel mit Bronzer nacharbeiten muss?
#firstworldproblems
Ich denke mir auch, eh .. danke Gott (oder wer/was auch immer) dass ich dieses Leben habe, wie es ist. Dass ich solche Sorgen habe, und vielleicht keine weiteren.
Welches Leben will ich leben?
Definitiv nicht dieses, auch wenn ich einiges überhaupt nicht ändern würde.
Ich liebe meinen Job, den würde ich vielleicht garnicht ändern. Mein äusseres würde ich nicht wirklich ändern (also ein paar cm grösser sein .. wäre echt super). Ich schätze ich würde mein Umfeld ändern, oder die Art der Menschen. Oder mir die Menschen aussuchen, die kapieren worum es geht. Diese oberflächlichen Konversationen oder Verabredungen unterdrücken mich, meine Art, meine Gedanken & Gefühle.
Ich fühle mich in die Ecke gedrängt und machtlos, ich werde tatsächlich traurig, wenn ich erleben muss wie einfach gestrickt manche Menschen sind.
Wo sind die, mit denen man stundenlang über Gott und die Welt reden kann?
Die anhand deiner Worte wissen, was du fühlst?
Die dich fühlen.

Ich frage mich wirklich, ob ich diese Hoffnung noch lange aufrecht erhalten kann.
Und falls du dich jetzt fragst, was für eine oberflächliche Bitch ich denn bin, nein. Die Foundation ist nicht mein grösstes Problem. Ich habe unendliche Probleme, die ich mittlerweile ignoriere. Die Baumassnahmen sind gerade pausiert, ich muss mich auf meinen Job und auf mich konzentrieren, mal low hier. Ich meine, das mit der Foundation ist ein Problem, dass lösbar ist. Eines Tages vielleicht.

Verstehst du?
Ich weiss der Post ist ziemlich chaotisch und nicht leicht verständlich, man steckt ja nicht drin.
Aber falls es euch interessiert weshalb ich in letzter Zeit so selten schreibe, dann macht euch einfach irgendwie bemerkbar. Vielleicht erzähl ich euch etwas darüber im nächsten Post.
Momentan hab ich weder etwas was euch etwas angeht (die, die ich persönlich kenne und die anderen ebenfalls nicht) noch etwas anderes spannendes.
Ich wiederhole: mir ist es lieber, dass du die Dinge von mir persönlich hörst, als dass du eigene Hypothesen aufstellst.
Ich hasse das. Deine Wahrheit ist nicht die meine.


Gute Woche wünsche ich euch,
Selina.

Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.