Dienstag, 13. Dezember 2016

zombie.

Remember once the things you told me
and how the tears ran from my eyes.
They didn't fall because it hurt me,
I just hate to see you cry.

Sometimes I wish we could be strangers,
so I didn't have to know your pain.
But if I kept myself from danger,
this emptiness would be the same.

I ain't no angel,
I never was.
But I never hurt you,
it's not my fault.
You see thos egg shells, they're broken up.
A million pieces, strung out across the ground.

Did you ever really love her?
Or was it that you feared letting go?

You should have known that you can trust her,
but you pretend like I don't know.

I want to tell you that I'm sorry,
but that's not for me to say.
You can have my heart, my soul, my body..
..if you can promise not to go away.

I ain't no angel,
I never was.
[Birdy - No Angel]

Dieses Lied hat eine ungemeine Bedeutung für mich. Es hat einzig allein etwas mit mir zutun, es erzählt in diesen wenigen Worten eine unendliche Geschichte. Meine, mich selbst.
Wenn du stirbst, wirst du ein Engel und kommst in den Himmel. 
Ich bin kein Engel und wenn ich irgendwohin komme, dann in die Hölle.
Ich möchte dass dieses Lied bei meiner Beerdigung gespielt wird.
Es bedeutet soviel. Und ich kann, obwohl ich tot bin, eine Message an die Anwesenden vermitteln. Typisch Selina. Ich war nie ein Engel. Und das ist ein ernst gemeinter, expliziter Wunsch.



..

Meine Mutter hat mir letztens by the way erzählt, dass mein Vater heiraten möchte. Ich bin aus allen Wolken gefallen, weil ich weiss dass mein Vater meine Mutter nie vergessen wird, und weil ich nichts davon weiss. Weil er mir nichts gesagt hat. Und weil es wieder eine deutsche Frau ist. Ich bin total empört, meine Mutter schaut mich vollkommen unbeeindruckt an und sagt: er braucht das, er kann nicht alleine sein. Ich weiss dass er sie nicht liebt, undzwar ganz genau, aber er kann einfach nicht alleine sein."
Ich habe viele Eigenschaften von meinem Vater. Ich kann mich stundenlang über etwas oder jemanden aufregen, wenn nicht sogar Ewigkeiten, obwohl es völlig sinnfrei ist. Harte Schale, weicher Kern. Unglaublich emotional, will es aber nie zugeben. Will immer hören, dass es gut ist, was ich gemacht habe. Und so weiter.
Als meine Mutter das erzählt zucke ich zusammen. Habe ich diese Eigenschaft auch noch geerbt?
Ursprünglich schon. Vor allem als ich in diese Wohnung gezogen bin und dann getrennt war und dann so richtig alleine gewohnt habe. Die Umgewöhnung ist schwer. Ich hatte immer das Bedürfnis jemanden hier haben zu wollen. Irgendeine Gesellschaft. Ein lebendes Wesen. Alleine sein hat mich nicht gestört, im Gegenteil, ich habe es sofort genossen. Ich tue es immernoch. Alleine schlafen, alleine das Bad nutzen, alleine Dreck machen. Meins. Das schwierige war einfach, von ner grossen WG in ne eigene Wohnung, dann wars nur noch eine Person und dann keine. Ja, ist seltsam. Du MUSST dich nämlich urplötzlich mit dir selbst auseinander setzen. Du denkst viel mehr über dich nach, das ist kein Scherz. In meinem Fall, lernst du schlichtweg hin dich selbst zu ertragen. Mit dir selbst klarzukommen. Vor etwas längerer Zeit wollte ich gefühlt ständig Besuch haben, wollte sogar dass die Leute hier übernachten. Weil ich angst vor mir hatte. Vor meinen Gefühlen, meinen Gedanken. Niemand dem du es erzählen kannst..
..genau. Du lernst Dinge mit dir selbst auszumachen.
Mittlerweile bin ich froh, wenn mir mal niemand schreibt, keiner Anruft oder klingelt. Ich mach mein Ding und bin zufrieden. Und mal ganz ehrlich, ich hätte und habe so oft die Chance, dass es anders sein könnte. Ich wills nicht anders.
Vielleicht ist das von dem Menschen abhängig, vom Gefühl. Möglicherweise gibt es diesen einen Menschen, der alles verändert. Aber auch daran glaub ich nicht.
Seltsam, nichts zu fühlen.
Das widerum fühlt sich nach Freiheit an.
Und die könnt ihr mir nicht nehmen.






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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.