Mittwoch, 7. Dezember 2016

nobody wins.

Wir werden schnell wütend manchmal. Ich besonders. Wir sind verärgert wenn man uns unterbricht beim Reden, wenn man das was wir mögen schlecht macht, wenn wir verurteilt werden ohne die Chance es zu beweisen, wenn wir nicht akzeptiert werden, wenn nicht das geschieht was wir schon immer wollten.. es gibt tausend Gründe wütend zu sein. Verletzt.
Es gibt immer Menschen, die einen nicht mögen und nicht dieselbe Meinung teilen. Aber wenn die Person die einen nicht akzeptiert und nicht ernst nimmt, so nah ist, wohin willst du gehen? Wie kannst du so jemanden aus deinem Leben streichen?
Ich habe mir (so entnehme ich es dem Bild auf meinem Handy) ca ende August letztes Jahr mir mein Tattoo im Nacken stechen lassen. Total vergessen, dass ich das schon so lange habe. In Bezug auf diesen Menschen ist mir dieses Tattoo zum Verhängnis geworden. Ich habe ihm ein Bild geschickt, weil ich so glücklich und so stolz war. Er rief mich an und hat mir das Leben zur Hölle gemacht.
"Warum machst du sowas? Warum musst du das den Leuten so unter die Nase reiben? Was wenn Mama das sieht? Das ist echt so dumm. Ich war unter Freunden, die eine hat das Bild auch gesehen und wusste sofort was das bedeutet. Du kannst ja sein wie du willst, aber du kannst nicht einfach machen was du willst. Was soll das? ..."
Und das ist beim Lesen wohl noch ziemlich geschwächt, aber den Tonfall muss ich wohl kaum erwähnen. Das war mein Bruder. Zur selben Zeit waren meine beste Freundin und noch Jemand aus der Vergangenheit da und schauten mich, während ich wie versteinert das Telefonat nicht beenden konnte, total entgeistert an. Ja, richtig. Und zurecht. Dasselbe ist gestern auf Whatsapp erneut passiert, weil er erfahren hat dass ich jetzt kurze Haare habe.
Ich kann das nicht mehr.

Ich lege mein Handy weg. Die Waschmaschine läuft, weshalb auch immer setze ich mich davor und versuche mich auf den Waschvorgang zu konzentrieren. Die Wut tick durch meine Adern und ich habe das Gefühl jeden Moment die Kontrolle zu verlieren. Tränen laufen über mein Gesicht, ich bin total verkrampft, halte die Luft an. Ich will schreien, aber es fühlt sich an als würde meine Lunge kollabieren. Ich atme aus, atme ein, versuche das Zittern in den Griff zu bekommen. Unterdrückt, beherrscht, klein gemacht. Das Gefühl lähmt mich, mal wieder. Ich bleibe da sitzen und starre auf die Zahl an der Waschmaschine. 31 Minuten. Die reichen nie. Die Wut von 19 Jahren schiesst durch meine Venen, ich verblute psychisch. Der Hunger klopft an. Und nach all der guten Zeit bin ich glücklich dass dieser schmerzende Hunger mich in die Realität holt. Ich stehe auf und reisse den Kühlschrank auf. Wegen euch sterbe ich nicht. 

...

Kopf hoch, du liegst nie falsch.
Irgendwo hast du recht.
Du würdest lieber kämpfen, als zu gehen.
The Veronicas. Mehr muss ich nicht sagen.
Was eine einsame Art und Weise die Luft einzuatmen.
Nun sind wir zu weit gegangen, um es für mich zu retten.
Ich hätte nie gedacht das wir hier landen würden.
Vielleicht ist da die Schönheit im Abschied nehmen.
Es gibt einfach keinen Grund es weiter zu versuchen.
Du stösst mich weg, ein weiterer dunkler Tag.
Also leben wir unsere unterschiedlichen Leben.
Es ist schwer, es gibt kein du & ich mehr.
Ich vermisse dich.
Aber wir sind Welten voneinander entfernt.
Gute arbeit geleistet, standing ovation.
Ja, du hast was du wolltest.
Ich glaube du hast gewonnen.
Und ich will es nicht hören, sie kennen dich nicht so wie ich.
Selbst wenn ich es dir sagen könnte,
wir sind fertig miteinander.



Das ist ein Match aus drei Liedern, denn es gibt irgendwie in jedem Lied einen Part der nicht passt.
Ich vermisse dich. Es ist komisch, weil es anders ist als früher. Ich bin so weit darüber hinweg, dass ich einfach dankbar für alles bin was du getan hast. So Menschen gibt es selten, ich hab mich sehr verändert dadurch. Nun ist das diese Mauer, gegen die ich nichts unternehmen will, auch weil ich zu stolz bin und es mir ansonsten diesen "Opfer" Touch geben würde. Das macht es viel viel schwerer, weil ich dir das so gönne und mich raushalte. Aber es Momente gibt in denen ich so gern mit dir reden würde. Nur gibt es geheime Regeln im Leben und die beachtet man, wenn es einem wichtig ist. Egal wir dumm und bescheuert man auseinander geht, Selina sieht am Ende wieder und wieder das Gute. Selbst wenn man wohl etwas gemein zu ihr wahr, haha.
Seltsam, wenn man einen komplett anderen Blick auf das Ganze wirft. Aber ich bleibe bei mir. Ich bin nunmal so. Abgesehen von meinem Verhalten bleibe ich meinem Empfinden treu.
Und da ist es mir egal, was ich für die Leute bin und was nicht.
Ich halte meine Versprechen. Von welchem ich rede, werdet ihr nicht erfahren. :)

Wut und Melancholie, typisch ich wieder.
Ich wünsche euch ne gute Restwoche, passt auf euch auf.
Selina.


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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.