Sonntag, 17. Juli 2016

373.' - done.

Tag 7 von 8. Ich habe keine Konzentration mehr, ich habe Schwindelattacken, manchmal rede ich wirres Zeug. Man muss mir Dinge öfters sagen, weil mein Gehirn es nicht direkt verarbeiten kann.
Es ist nicht die Tatsache dass ich 'so lange' am Stück arbeite, (pff, lange! Ich arbeite in der Pflege, was beklage ich mich eigentlich?) es ist die Tatsache dass ich dort verblöde.
Ich meine ich bin einfach wieder 16 und erledige das drumherum um meinen Kollegen die Arbeit zu erleichtern, wie beim Freien sozialen Jahr. Witzig irgendwie.
Ich habe mich lange nicht mehr so verdammt nutzlos gefühlt, was mache ich da eigentlich?
Eine Frau würde vielleicht ihr Kind stillen und möchte dabei Unterstzützung, das Kind ist ruhig, ich sage ihr dass wir jetzt die Dienstübergabe machen und zwei Minuten später muss ich mir anhören dass ich hier sowas nicht sagen kann.
Hier haben wir keine Rechte oder so, Pause machen, mal was essen.. nee. Quatsch, die Frau hat Wunde Brustwarzen, da hab ich nicht Pause zu machen.
Aha okay. Ich mein, mein Septum tut scheisse weh, ich kann auch nicht arbeiten eigentlich.
Sorry, in der Erwachsenenpflege, wo alles nicht so betütelt ist, darf ich meinem Patienten (wenn es denn wirklich nichts wichtiges ist) durchaus doch mal sagen dass ich seit 2 verfickten Stunden dringend pissen muss und in den Unterzucker gerutscht bin, weil ich noch nicht zum Essen kam.
Nungut, so detailliert würd ichs ihm nicht sagen, aber ihr wisst wohl was ich meine.
Ich komme auf diese Arbeit nicht klar. Die Kollegen sind abgestumpft, das Schöne Süsse an der Station ist überhaupt nicht präsent. Die schauen sich den ganzen Tag was von Scheidenriss und Hämorrhoiden an. Ich glaub ich kotze gleich.
Hab jedesmal Ohrensausen und mir wird schwindlig wenn ich das sehen muss.
Nein, nein danke.
Trostlos und kalt, und ich bin nicht im Oberkurs, nein ich bin ein scheiss Praktikant.
Ganz ehrlich, was soll ich denn sonst machen? Mirn Scheidenriss reinziehen?
Ausserdem bringen die einem freiwillig eh nichts bei, von daher.



Eigentlich wollte ich dem Post den Titel 'far away' geben. Aber ich habe diesen Post nie geschrieben, weil ich weiss dass sich wieder meine sensible Seite durchsetzt. Im Endeffekt weiss ich auch welche Gespräche darauf folgen würden, und da komme ich mir ziemlich ungerecht vor.
Ungerecht bedürftig.
Es ist ein reiner Versuch sich über Wasser zu halten, was mir überraschend gelingt.
Morgen werd ich zwar wieder brechen, weil ich ja so hypersensibel bin, aber was solls.
Es ist ein beschissener Sommer und ich bin mehr als je zuvor auf der Suche nach dem Sinn des ganzen, aber ich find ihn nicht.
Irgendwas fehlt, hat ne Lücke hinterlassen und ich bin leer.
Ich weiss nicht was und ich wills nicht suchen, weils sich leer ziemlich leicht anfühlt.
Ich hab die Luft angehalten, bin eingetaucht und will nicht mehr hoch.
Denn hier kann ich nichts sehen, nichts hören.
Ich will dass es so bleibt.
Bin weggetaucht, das Meer ist gross.
Gross ist gefährlich, aber ich lass nicht los.



N bescheuerter Reim zum Ende.
N schönen Start in die Woche.
Ich weiss nichtmal weshalb ich das überhaupt schreibe.
Was solls, sag ich doch.

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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.