Dienstag, 15. März 2016

347.'- 4 a.m.

13.03.16
Ich komme um die Uhrzeit nach Hause, um die ich eigentlich zum Frühdienst aufstehe, ich muss innerlich irgendwie lachen. Ich fühle mich gut, ich habe gelernt mich nicht von allem immer so fertig machen zu lassen. Auch wenn der Abend nicht so verlaufen ist wie ich dachte, war er am Ende doch recht gut. Ja, es sind die kleinen Dinge im Leben. Als ich bezahlen will, fällt mir auf das ich viele zwei euro Stücke in meinem Geldbeutel habe. Ich liebe diese Münzen, die grössten und schönsten von allen Münzen dieser Währung. Innerlich freue ich mich immer wie ein kleines Kind wenn ich welche zurück bekomme, keine Ahnung wieso. Ist mir heute irgendwie aufgefallen als ich so an der Kasse stand. Als kleines Kind war ich immer so stolz auf diese Münze in meiner Hand, als ich in der Grundschule beim Schulbäcker zwei Käsebrötchen kaufen konnte, und sogar einen euro und zehn cent zurück bekommen  hatte. Ich rede übrigens von den überbackenen Brötchen, nicht die belegten. Das waren die besten Käsebrötchen die ich je gegessen habe.
Wie ein Moment einem plötzlich so unglaublich viele Erinnerungen wieder bringen kann.

15.03.16
Disappointments
Ich bin ein Mensch der eine Idealvorstellung von so ziemlich allem hat.
Aber dennoch gibt es Dinge, die auch mir völlig unklar sind. Ich verstehe manche Menschen nicht oder ihr Handeln. Ich habe nur keine Idealvorstellung von meinem Leben. Der Grundriss ist zwar da, aber was wir in 10 Jahren sein? Werden meine Träume wahr?
Ich habe so banale, und doch so schöne Träume.
In der letzten Zeit habe ich gemerkt dass man zwei Puzzle Teile, die nicht zusammenpassen, nicht zurechtschneiden sollte. Das ist zum ersten Manipullation des Schicksals und zum anderen macht es einen auch unglaublich unglücklich. Ich weiss, manchmal handle ich nicht besonders Vorteilhaft, aber nie unehrlich. Ich gebe so gut ich kann mein bestes, aber wenn meine Seele für etwas nicht brennt, dann ist es das nicht wert. Ich kann nicht immer so tun als ob etwas sein müsste, was schon lange lange vorbei ist. Das Feuer erlischt und du hast nur noch Asche. Ich hielt in diesem Moment die Luft an, schloss die Augen und kämpfte gegen dem Schmerz. Ich öffnete meine Augen und sah über den halbleeren Parkplatz vor meinem Balkon und der Schmerz liess nach. Also hätte eine schwache Schmerztablette plötzlich begonnen zu wirken.
Es gibt keinen Konkreten Grund, weshalb wir uns verlieben. Oder wie wir uns verlieben. Liebe bedeutet nicht immer Rosen & Sex. Manchmal ist Liebe einfach, sich einem Menschen zu öffnen und Gott dafür zu danken, dass man ihn Freund nennen kann.
Dafür danke ich ihm jeden Tag.
Ich denke nicht, dass es möglich ist dass man sich in den 'falschen Menschen' verliebt. Dein Herz macht doch was es will, auch wenn dein Verstand rebelliert.
Ich kann nicht sagen, wie ich etwas loslassen konnte und habe, was einmal alles für mich war. Das Grösste. Das Beste. Aber ich weiss wieso.
Wisst ihr, wenn etwas schlechtes passiert sagen die meisten Menschen "das geht schon vorbei."
Das ist der Satz, den wir so sehr hassen. Aber wie würden wir ihn verachten, wenn das Jemand zu uns sagen würde, wenn etwas gutes geschieht?
Aber so ist es. Auch Gutes geht vorbei. Manche Wunden, Geschehenisse, Szenarien, Worte, Kämpfe und Streiterein sind so schlimm.. dass diese einem diese Liebe tatsächlich rauben.
Oder sie verblassen lassen. Vor allem, wenn der Grund weshalb man nun auch immer liebt, nicht mehr da ist.
Das ist wie bei uns im Krankenhaus, mit den älteren Schwestern, die schon seit 30 Jahren auf der selben Station arbeiten und sich weigern sich fort-oder weiter zu bilden.
"Das machen wir schon immer so." Auch wenn diese oder jene Tätigkeit völlig veraltet oder falsch ist. Das ist nicht richtig. Darum geht es: das Dinge und Menschen sich verdammt nochmal ändern. Es ist sinnlos Dinge weiterzuführen, weil das schonmal so war. Weil es mal gut war.
Und was ist mit dem hier & jetzt? Vielleicht ist es heute ja beschissen.

Irgendwann musst du deine Augen öffnen und einmal tief durchatmen.
Die Realität blendet, aber man gewöhnt sich dran.
Es ist wie es ist und bereuen ist nicht meins.
Feier doch einmal, das wir gescheitert sind.
Das Leben ist zu kurz.
Die Uhr stoppt nicht und es geht weiter, jeden Tag.

Das kann doch nicht alles gewesen sein.
Also öffne ich mein Herz und beginnen dieses Leben wieder zu lieben.
Einfach so.



Selina.

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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.