Dienstag, 9. Februar 2016

336.' - &' i'm so sick of this.

Dieser Einsatz ist die Hölle, aber ich hätte nie dacht dass ich etwas dabei lerne.
Ich meine ich werde nie ein Freund von psychischen Krankheiten sein, aber heute weiss ich dass es keine banale Hypochondrie ist. Manchmal verstehe ich es dennoch nicht, aber manchen meiner Patienten geht es richtig richtig schlecht. Und nein, nicht körperlich.
Eine Tatsache die meine Kompetenzen sprengt, aber ich musste heute daran wachsen.
Und es hilft. Ich mag das Team unglaublich gern irgendwie, auf ne komische Art und Weise und ich habe gelernt dass ich dieses Arbeiten einfach verstehen muss, um diesen Einsatz zu überleben. Es ist meine zweite Woche und ich setze den Fokus nicht auf meinen Hintergrund. Ich bin als Krankenschwester dort und nicht als Patientin. Ich arbeite zwar noch immer lieber mit frischen OP Wunden, aber es ist in Ordnung.
Dieses Gespräch heute mit meiner Patientin war erst der Horror und dann eine Erleichterung. Danke dafür. Ich habe mich mit Jemandem auseinander gesetzt, der türkische Wurzeln hat und unter einer Depression leidet. Soll nicht abwertend klingen, denn ganz ehrlich, ich habe vor beiden Dingen etwas angst. Wie soll ich mit etwas umgehen, das ich nicht kenne oder nur schlecht kennen gelernt habe? Und es war gut, uns ging es beiden besser danach. Vielleicht ist es das was psychiatrische Pflege bedeutet. Ich schaffe die paar Wochen noch, ganz sicher.
Ich bin nicht glücklicher, aber ich leide auch nicht mehr so krass.
Darum geht es.
Darum, dass ich dort keine Patientin bin.
Die Zeiten sind vorbei.
Das ist jetzt endlich vorbei.

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Ich weiss nichtmal wie ich all das hinkriege, es ist grauenhaft. Arbeiten, Termin, Arbeiten, Termin. Und der ganze nebensächliche Kram.
Es ist unheimlich anstrengend, aber ich mag das. Mir wäre langweilig, wenn mein Leben nicht so voll wäre. Ich mach mich nunmal gerne irgendwie wichtig und das, naja das mag ich eben auch. Ok? Ich stehe dazu. So :D
Am meisten mir selbst gegenüber. Am Ende des Tages sitzt man manchmal da und fragt sich wie man all das an einem Tag geschafft hat. Es tut so unheimlich gut.
Ich bin froh da zu sein, wo ich hinwollte. Bis jetzt zumindest.
Ganz ehrlich? Heute bin ich unendlich froh darüber, dass ich der Mensch bin, der ich bin.
Das ich ich bin. Einfach nur ich.

Ok ich gebs zu. Ich will nach dem Dienst nur einmal nach Hause und nichts tun.
Einfach ins Bett.
Ja, das wäre auch ziemlich geil..



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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.