Montag, 18. Januar 2016

329.' - run, run, run.

Ich weiss nie wie ich mich fühlen soll, wenn ich die Statistiken hier sehe.
Soviele Seitenaufrufe.. ich frage mich immer, bin ich zu weit gegangen? War das richtig oder falsch?
Kann ich das so stehen lassen, indem ich einfach sage dass es meine Sache ist?
Oder ist es ungerecht, meinen Frust niederzuschreiben und die Menschen dann vor ihrem Bildschirm sitzen und nicht antworten können. Und unglaublich verletzt sind, wahrscheinlich zumindest.
Einer sagt, ich sei rachesüchtig. Ein anderer sagt, dass es tatsächlich unglaublich verletzt und weshalb ich vorher nichts gesagt habe. Alles jetzt im Maskulinum ausgedrückt.
Manchmal halte auch ich es für besser, zu schweigen.
Aber es ging nicht mehr. Man platzt einfach. Irgendwo muss jeder von uns angefangen.
Und das tue ich.
Ich weiss, man muss verzeihen können.
Es tut mir unglaublich leid, aber ich bin immernoch der Mensch, der Gründe dafür braucht.


Eingehüllt und verbraucht, von all dem Schmerz.
Wenn du mich fragst, weiss ich nicht wo ich anfangen soll.

Wut, Liebe, Verwirrung
Rollen das Gold ins nirgendwo.
Ich weiss dass es irgendwo besser wird,
wenn du mich dahin bringst.

Kam zu dir mit einem zerbrochenen Glauben,
du gabst mir mehr als eine Hand zu halten.
Fängst mich auf, bevor ich den Boden berühre.
Sag mir das ich sicher bin, das du mich hast.

Wenn ich die Kontrolle verliere,
wenn ich hier liege
würdest du mich nach Hause bringen?
Kannst du auf eine zerbrochene Seele aufpassen?
Wirst du mich jetzt halten?
Wirst du mich nach Hause bringen?

Halte die Waffe an meinen Kopf
und zähl 1,2,3.
Wenn es mir hilft zu gehen, 
ist es alles was ich brauche.

Es wird jede Minute besser,
umso mehr du mit mir redest.
Du rationalisierst meine dunkelsten Gedanken.
Ja, du lässt sie frei.

Du sagst, Abstand wird es besser machen
und die Zeit wird es heilen.
Ich will nicht für immer verloren sein,
als würde ich verfolgt werden..

Wirst du mich nach Hause bringen?

Ich werde dich finden, ich schwöre es.

Die Entscheidung steht fest. Ich gehe hier weg. Nach meiner Ausbildung verlasse ich diese Stadt. Ich hab diese und diese Möglichkeit, und ich habe ein Bild vor Augen. Ein Ziel.
Ich muss gehen. Es ist genug, ich bin eingeengt, ich bin alt genug und ich will auch nichtmehr hier sein. Klar, ich werde mir niemals das Recht nehmen lassen, mich doch um zu entscheiden.
Aber es wäre dumm, hier zu bleiben.
Immer dasselbe, Tag für Tag. Diese Stadt ist so unglaublich klein.
Raus hier. Ich will weg hier.
Muss abschliessen, neu anfangen, ein besseres ich sein.

Ich sitze mit E.R. auf meiner Heizung und wir quatschen über alles mögliche. Ich habe das Gefühl, nur hier ich sein zu können. Mit meinen ehrlichen Gedanken, mit meinem ich.
Sie weiss genau weshalb und wieso ich sauer auf sie bin und wir sind cool damit.
Weil es okay ist. Sie sagt, dass man die echten Freunde erst erkennt, wenn die kacke am dampfen ist.
In guten wie in schlechten Zeiten, da war ja noch was.
Wir geben uns von Tag zu Tag weniger Mühe, warum? Dermassen beschäftigt mit uns selbst, was ist mit all den zwischenmenschlichen Beziehungen, die uns das alleine sein nehmen.
Ich habe das Gefühl ich ziehe mich immer mehr zurück.
Ich habe nirgendwo das Gefühl aufgefangen zu werden, also laufe ich immer weiter zurück.
Und muss von vorne anfangen.
Bei ihr muss ich das nicht, also atme ich erstmal auf. Es ist egal. Kacke, dass wir uns so selten sehen.




Ich weiss dass es Menschen gibt, die für mich da sein wollen.
Aber das geht nicht. Irgendwann ist man dazu gezwungen zu differenzieren, wer gut für dich ist und wer nicht.
Ob es passt oder nicht. Das muss nicht immer schlecht sein. Manchmal ist es einfach so.
Menschen kommen und Menschen gehen.
Ich habe von vielen Geschehennissen so viel Schaden davongetragen, dass ich das erst bewältigen muss. Ich muss dass erst überwinden. Ich muss jetzt gehen.
"Ich wollte dir nur helfen"
Ist schwer zu unterscheiden ob das die Wahrheit ist. Es kann durchaus sein, dass man jemandem doch mehr schadet als ihm zu helfen.. wie gesagt, manchmal passt es einfach nicht.
Ich werde nie verstehen, wie wir an den Punkt gekommen sind, dass wir immer unsere Schwachpunkte kennen. Und sie treffen.
Irgendwas krasses hat uns verbunden, irgendwas hat uns getrennt.
Was es auch war, es ist zu Ende. Als Liebende, als Menschen, als Frauen.
Ich weiss, sie wird es nicht verstehen.
Sie wird wohl lachen, es nicht nicht lesen.
Aber ich lege die Ketten ab. Denn ich kenne mich selbst besser als jeder andere.
Ich werde nicht zu lassen, dass jemand mein Empfinden, meine Gedanken beeinflusst.
Das ist nicht richtig, es passt nicht.
Ich gehe jetzt. Keiner wird mich aufhalten.
Ich bin ich und das wird mir keiner nehmen.
Ich bin gut wie ich bin und ich werde besser.
Egal was andere sagen.


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Feminismus.

Feminismus.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte nichts dazu sagen. Feminismus betrifft weder ausschliesslich Frauen, noch heisst es, dass man Männer hasst.